
BBQ-Weltreise #2 – Im Jahr 2020 wird Kokko zum Weltenbummler und lädt Sie zu einer „BBQ-Weltreise“ ein, um die Geschichte des Grillens, Räucherns und Bratens in verschiedenen Küchen der Welt zu entdecken. Für unser zweites Treffen geht es nach Japan. Ziehen Sie Ihre Handschuhe an, bringen Sie die Kohlen zum Glühen und legen Sie die Grillroste auf: Los geht’s!
Die Grilltradition in Japan
Auch wenn die Japaner viel Fisch essen, sind sie dennoch große Liebhaber von Fleisch – besonders, wenn es auf dem Grill zubereitet wird, oder genauer gesagt, auf dem Yakiniku. Dieses Wort, das man auf Deutsch mit „gegrilltes Fleisch“ übersetzen könnte, beschreibt die bevorzugte Garmethode der Japaner – für Fleisch, Fisch und auch Gemüse.

Das Verbot, Fleisch zu essen
Fleisch zu essen war in Japan jedoch nicht immer erlaubt. Als der Buddhismus zur Staatsreligion wurde, wurde der Fleischkonsum tabuisiert – und das für eine sehr lange Zeit, vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert! Erst mit der Meiji-Ära wurde Fleisch wieder in die japanische Küche eingeführt und der Verzehr von Rindfleisch wurde 1871 legalisiert.

Zu dieser Zeit bezeichnete der Begriff Yakiniku das Grillen nach westlicher Art. In seinem Werk Seiyo Ryoritsu (Handbuch der westlichen Küche, auf Deutsch) aus dem Jahr 1872 beschreibt Kanagaki Robun unter anderem Beispiele für westliche Menüs. Diese beinhalteten kaltes Fleisch zum Frühstück, Yakiniku zum Mittag- und Abendessen.
Yakiniku: Koreanisch oder Japanisch?
Die Herkunft des japanischen Grillens ist umstritten. Einige behaupten, dass Yakiniku ursprünglich ein koreanisches Gericht mit gegrilltem Fleisch sei, das später von den Japanern neu interpretiert wurde. Andere wiederum – so eine Sendung des japanischen öffentlich-rechtlichen Senders NHK aus dem Jahr 2002 – erklären, dass „obwohl manche glauben, Yakiniku stamme aus Korea, es im Nachkriegsjapan entstanden ist“. Schließlich gibt es Stimmen, die sagen, Yakiniku sei zwar in Japan entstanden, aber von den Zainichi-Koreanern, also den in Japan lebenden Koreanern, erfunden worden. Wer hat Recht, wer nicht? Sicher ist: Yakiniku wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in Japan äußerst populär.

Yakiniku in Japan heute
Heute bezeichnet Yakiniku nicht nur das Gericht aus gegrilltem Fleisch, Fisch oder Gemüse, sondern auch die Garmethode und das entsprechende Grillgerät.
Traditionell wird der Yakiniku-Grill über Holzkohle in der Mitte des Tisches platziert, sodass jeder Gast sein mariniertes, rohes Fleisch nach Belieben selbst grillen kann. Doch wie vermeidet man Rauch in Innenräumen? Eine findige japanische Firma entwickelte 1980 Grills mit integriertem Belüftungssystem. In Japan versammelt man sich sowohl zu Hause mit der Familie als auch im Restaurant rund um den Yakiniku-Grill.

Eine gesellige Art, sich um das Feuer zu versammeln, gemeinsam zu genießen und sich zu wärmen. Veranstalten Sie einen Winterabend am BBQ im Yakiniku-Stil!
Was kommt beim japanischen BBQ auf den Grill?
Traditionell sind Rind- und Schweinefleisch die Favoriten beim Yakiniku, aber auch Innereien und Hähnchen werden gerne verwendet. Das Fleisch wird in feine Scheiben geschnitten und vorab mariniert – in einer Sauce, die passenderweise Yakiniku-Sauce heißt! Diese besteht aus Sojasauce, Mirin (süßer Reiswein), verschiedenen Pfeffersorten, Essig, Zwiebeln und Knoblauch. Besonders beliebt sind Stücke wie Schulter, Lende, Querrippe, Onglet und Rinderzunge. Beim Schwein werden meist Bauch oder Backe serviert.

Nach dem Grillen werden Fleisch, Fisch oder Gemüse oft mit einer Sauce namens „Tare“ verfeinert. Es gibt zahlreiche Varianten, meist auf Basis von Miso und Sojasauce, aber auch mit Sesam, Sake, Schalotten, Zucker, Knoblauch und mehr. Diese Gerichte werden typischerweise mit verschiedenen „Banchan“ serviert – also Beilagen. Dazu gehören die klassische Schale Reis, Gemüse und typische koreanische Rezepte wie „Kimchi“, ein fermentierter Gemüsesalat mit säuerlich-scharfer Note!

Neben den feinen Fleischscheiben grillen auch Spieße, die „Yakitori“ genannt werden,
– eine Art japanische Tapas – auf dem Yakiniku.
Welches Zubehör ist ideal für ein gelungenes Yakiniku?
Überraschen Sie Ihre Gäste und genießen Sie einen geselligen und unvergesslichen Moment am Grill – probieren Sie eines unserer traditionellen japanischen Rezepte aus den untenstehenden Artikeln.
Für das Zubehör hier einige wertvolle Ideen, mit denen Sie Ihren Kamado in einen Yakiniku-Grill verwandeln:
Edelstahl-Grillrost
Edelstahl-Grillrost-Erweiterung
Halber Edelstahl-Grillrost
Gusseiserne Grillplatte für eine gleichmäßige Garung von Fleisch und Gemüse
Edelstahl-Grillzange zum Wenden der Speisen
Lederhandschuhe
Outdoor-Filament-Lichterkette für stimmungsvolle Abende unter freiem Himmel
Entdecken Sie unsere neu interpretierten Yakitori-Rezepte:
Yakitori mit Bacon und Emmentaler
Kaninchen-Spieße mit Honig und Backpflaumen
Nems mit Ananas und Orangen-Sauce
Seit 1993 ist der 29. August in Japan als „offizieller Tag des Yakiniku“ bekannt – aber wir hoffen, Sie warten nicht bis zum Sommerende, um Ihre Yakitori auf Ihrem Kokko zu grillen!



