
Die Vorbereitung des Fisches
Vor allem sollte man darauf achten, saisonale Fische zu wählen, möglichst mit Bio-, MSC-, ASC-, Pavillon France- oder Label Rouge-Zertifizierung, die nachhaltigen Fang garantieren. Das Grillen kann für empfindliche Produkte wie Fisch besonders intensiv sein. Deshalb sollte man den Fisch unbedingt ausnehmen oder vom Fischhändler ausnehmen lassen, aber Kopf und Schuppen dranlassen. Der Kopf bewahrt die Saftigkeit und Zartheit des Fisches während des Garens. Die Schuppen schützen das Fleisch vor der Hitze der Glut. Bei Fischfilets, wie Lachssteaks, lässt man die Haut aus denselben Gründen dran. Bevorzugen Sie ganze Fische oder große Stücke wie Thunfischsteaks oder Lachsfilets, kleine Filets sind zu empfindlich und schwer zu handhaben – sie könnten sonst zerfallen…
Tipp: Damit der Fisch nicht am Rost kleben bleibt, vor allem bei Stücken ohne Haut, kann man das Fleisch leicht mit Mehl bestäuben, um das Ablösen zu erleichtern.
Wählen Sie unseren Fischspatel – länger und schmaler –, um Ihren Fisch vorsichtig vom Rost zu lösen.
Sie können auch einen Grillrost aus Gusseisen verwenden, der von Natur aus leicht ölig ist und nicht anhaftet.
Eine weitere Option? Die Plancha-Grillplatte aus Gusseisen, auf die Sie etwas Öl geben können, damit der Fisch garantiert nicht anhaftet!
Welche Marinaden eignen sich für Fisch auf dem Grill?
Fisch harmoniert wunderbar mit der Frische von Zitrusfrüchten. Besonders gerne kombinieren wir ihn mit Noten von Zitrone, Orange, Grapefruit sowie zahlreichen Gewürzen wie Knoblauch und feinen Kräutern, die das Fleisch dezent aromatisieren: Kräuter der Provence, Thymian, Basilikum, Rosmarin, Salbei…
Wie in unseren Rezeptideen:
Man kann auch zu überraschenden Marinaden greifen – mit Paprika, Kapern, exotischen Früchten oder sogar Sojasauce, die besonders gut zu Lachs passt, da sie den Fisch außen karamellisiert und so einen köstlichen Kontrast zu einem zarten, manchmal sogar noch rohen Inneren schafft.
Unsere Rezepte:
Bei ganzen Fischen, insbesondere bei sogenannten „fetten“ Fischen wie Sardinen, Dorade, Wolfsbarsch usw., sollte man auf das Marinieren verzichten, da sie sonst zu viel Flüssigkeit aufnehmen und zerfallen könnten. Stattdessen empfiehlt es sich, sie entlang der Mittelgräte mit aromatischen Zutaten zu füllen.
Auch eine Kombination aus Land und Meer ist möglich, indem Sie Ihren Fisch mit Räucherspeck verfeinern – wie in diesen Rezepten:
Fisch auf dem Grill zubereiten
Bevor Sie den Fisch auf den Grill legen, stellen Sie sicher, dass der Rost richtig heiß ist. Kleine ganze Fische wie Sardinen, Rotbarben oder Makrelen garen schnell – rechnen Sie mit 4–5 Minuten pro Seite. Dickere Fische wie Dorade, Wolfsbarsch oder Lachssteak, die mit der Hautseite nach unten gegrillt werden, benötigen entsprechend ihrer Größe eine längere Garzeit und sollten nicht zu nah an die Glut gelegt werden, damit sie nicht verbrennen. Wer Thunfisch- oder Lachssteaks gerne innen roh mag, für den ist das einseitige Grillen ideal. In jedem Fall sollte das Fischfleisch perlmuttartig bleiben – also gerade eben durchgegart.
Ob ganz, als Steak oder Filet – Fisch ist ein empfindliches Lebensmittel und schwierig zu handhaben. Der beste Tipp für ein garantiert perfektes Ergebnis, ohne Mühe und ohne das zarte Fleisch zu beschädigen, ist die Investition in einen Doppelgrillrost. So müssen Sie den Rost nur wenden, um die andere Seite zu garen!
Um Ihrem Fisch noch mehr Geschmack zu verleihen, räuchern Sie ihn doch – wie in diesem Rezept für geräucherte Forelle mit Spinatgratin. Wenn Sie nicht wissen, wie das geht, zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie das Räuchern auf dem Kokko gelingt.



